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Wiener Blut

Wiener Blut

Operette von Johann Strauß

Zum Stück

Nach einem Jahr Pause werden sich die "Südtiroler Operettenspiele" mit einem Werk von Johann Strauß zurückmelden. Wer kennt nicht "Wiener Blut", eine seiner elegantesten und einprägsamsten Melodien, welche sich wie ein roter Faden durch die Handlung dieser letzten Operette des Walzerkönigs zieht. Im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem schon recht altersmüden Meister hat der Theaterkapellmeister Adolf Müller bekannte und effektvolle Melodien aus der Feder von Strauß ausgewählt und so dieses Werk entstehen lassen, zu welchem die Librettisten Victor Léon und Leo Stein eine witzige Handlung um die amourösen Eskapaden eines Grafen zur Zeit des Wiener Kongresses verfassten. Ausgerechnet diese beiden Textdichter sollten einige Jahre später das Libretto zur "Lustigen Witwe" schreiben, mit welcher eine neue Operetten-Ära eingeleitet wurde. Wie so manchem Meisterwerk war auch "Wiener Blut" bei der Uraufführung 1899 kein Erfolg beschieden; dieser stellte sich erst einige Jahre später ein und seither wird das Stück weltweit als eine der wohl "wieneristen" Operetten gespielt; nicht weniger bekannt ist der gleichnamige Walzer.

Die Handlung dieser Operette ähnelt in ihrem drastischen Witz und der Ironie, mit welcher hier die Obrigkeit dargestellt wird, der Wiener Posse; gleichzeitig kommt in kaum einer Operette die Schönheit und die Eleganz Strauß'scher Melodien so sehr zum Ausdruck. Sicherlich ist es diese Mischung, welche den außergewöhnlichen Reiz dieser musikalischen Komödie ausmacht. Die Operette "Wiener Blut" von Johann Strauß Sohn wird im Rahmen der 13. Südt. Operettenspiele am Freitag, 12. November 2021 im Waltherhaus Bozen Premiere feiern. Bis zum 30. Dezember folgen in Bozen und Brixen weitere Aufführungen. Regisseur Leo Ploner ist überzeugt, dass die elegante Musik von Johann Strauß und die amüsante Handlung das Publikum begeistern werden.